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Interview
Wann hat deine „Aerobic-Laufbahn“ begonnen? Wie bist du dazu
gekommen?
Nach einer
längeren Pause vom Tanzen (Standard und Lateinamerikanisch)
und einigen Pfunden mehr auf den Hüften fing ich mit Aerobic
als Sport an. Es gefiel mir so gut, dass ich daraufhin meine
Ausbildung beim DFAV begann.
Der Kurs,
der mich als Teilnehmer zur Aerobic gebracht hatte, war dann
auch der erste Kurs den ich fest als Kursleiter übernommen
habe.
Hast du ein Vorbild in der Aerobic-Szene?
Eigentlich
nicht. Klar gibt es geniale Trainer von denen man sich das
eine oder andere abgucken kann, aber es ist immer besser man
selbst zu bleiben und nicht die Kopie von irgendjemand.
Wann hast du zum ersten Mal einen Kurs gegeben? Wie ist es
gelaufen?
Im Jahr
2000. Es waren anderthalb Stunden Step und Bodystyle. Nach
dem Warm up ging es zum Choregraphieteil über und ich hatte
alles vergessen, was ich machen wollte. Am liebsten wäre ich
aus dem Kursraum gelaufen und im Erdboden versunken. Bin ich
aber nicht, sondern habe die Musik ausgemacht, mich bei den
Teilnehmern entschuldigt und gesagt, dass ich noch mal ganz
von vorne anfange. Tief durchgeatmet, Musik wieder an, und
dann lief die Stunde. Hätte ich einfach aufgehört, wäre das
bestimmt meine erste und einzige Stunde geworden.
Welche deiner Kursstunde ist dir besonders in Erinnerung
geblieben?
Es war eine
Aerobic-Stunde und meine Stimme war vollständig weg. Die
Teilnehmer haben mich gebeten, ob ich die Stunde nicht
trotzdem machen wollte. Gesagt, getan. Eine Stunde, in der
ich nicht ein einziges Wort von mir gegeben habe und
trotzdem eine Gelungene. Eine Erfahrung, die man so schnell
nicht vergisst.
Hast du schon mal außerhalb von Deutschland unterrichtet?
Senegal,
Türkei, Österreich und Schweiz
Welches sind deine Lieblingskursformate? Welche Stunde(n)
lieg(t)en dir besonders am Herzen?
BodyART und
Dance-Aerobic
Welchen Tipp würdest Du Trainern geben, wenn sie neu in der
Szene sind?
Es gibt
immer gute und weniger gute Kursstunden. Erfreue dich an den
guten und nimm die weniger guten zum arbeiten an dir selbst.
Welche Ziele hast du für die nächsten Jahre?
Sich weiter
zu entwickeln, denn Stillstand ist Rückschritt. Und etwas
ruhiger und gelassener zu werden ;-)
Was ist Dein Lebensmotto?
Gib immer
dein Bestes! Mehr kannst du nicht, weniger darfst du nicht
tun.
(Juli 2008) |